Am Rande des ehemaligen Industrieareals der Landis & Gyr bildet das Ensemble aus vier individuellen, in Form und Anordnung aufeinander bezogenen Gebäuden das Kernstück der Neugestaltung der unmittelbaren Umgebung des unter Schutz gestellten einstigen Hauptgebäudes und Firmensitzes. Hervorgegangen aus dem Siegerprojekt «Foyer» des Berliner Architekten und Professors an der ETH Zürich Hans Kollhoff, der damit den Ideenwettbewerb von 1990 für sich entschied, setzen die vier Einheiten einen betonten und doch ruhigen Akzent in die wenig einheitlich überbaute Umgebung des Zuger Bahnhofs.

 Das Foyer, zwei durch eine Passerelle verbundene Gebäude mit vier und acht Geschossen, nimmt die Rasterung des historischen Gebäudes auf und wandelt sie ab. Der zweiteilige Bau bezieht sich in Dimension und Proportion auf den bedeutenden Zeugen der Industriegeschichte, ohne sich ihm ganz und gar anzugleichen. Aus der Annäherung entsteht eine spannungsvolle Distanz, die ihren Bezug auf das Vorgegebene offenlegt.

 Die beiden Baukörper des Foyers selbst zeigen ihre eigene Dimensionierung einmal aufgerichtet und einmal abgelegt, was in der Sicht von aussen als wohltuende Ausgewogenheit wahrgenommen wird. Das liegende Volumen umschliesst in seinem Inneren einen grosszügigen Innenhof, der – wenn auch von aussen nicht einsehbar – den Bezug zum Park zwischen dem benachbarten L&G-Hauptgebäude und dem ihm gegenüberstehenden Parktower herstellt.

 
 
 
 
 
 
 
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