Die vier langgezogenen, mehrfach abgewinkelten Baukörper der auf der Grundlage eines Bebauungsplans entworfenen Überbauung nehmen die Bewegung der Landschafts- und Flusslinien auf und fügen sich so geschmeidig in die Topografie ein. Die Künstlerin Monika Kiss Horvath liess sich bei der Gestaltung der farbigen Fassadenelemente ihrerseits von der umgebenden Natur inspirieren: Sie übertrug das Farbenspiel eines sich in der nahen Sihl spiegelnden Sonnenuntergangs auf die in einem offenen Raster variierten Glasflächen der Fassaden.

Auch das Moment des Spiegelns nimmt diese Fassadengestaltung auf: Die auf ihrer Rückseite eingefärbten Glasplatten geben ihrerseits einen Reflex der Umgebung und zeigen ihre Farben in steter und gleitender Veränderung. Die künstlerische Gestaltung ist hier durchaus nicht nur ein am Ende des Bauprozesses hinzugefügter Schmuck, sondern ein in einer frühen Bauphase in die Planung aufgenommener Teil der Architektur selbst, die durch diesen kräftigen und bestimmenden Eingriff verändert wird. Die Langeweile der Repetition wirdvermieden, und durch das frei wirkende Farbenspiel wird die Länge der einzelnen Baukörper gegliedert und überspielt. Paradoxerweise ist es gerade die markante Gestaltung, die dazu beiträgt, dass sich diese grosse Überbauung in die Landschaft einfügt und sich ihrer Charakteristik anpasst.

 
 
 
 
 
 
 
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